Sechs in Österreich lebende Schriftkünstlerinnen zeigen in dieser Ausstellung ihre Versuche kalligrafischer Interpretation in die Tiefe der Sprachräume und Bilderwelten Ingeborg Bachmanns. Die Kalligrafien sind den Gedichten Ingeborg Bachmanns gegenübergestellt. Biografie und Historie bilden den Kontext, aus dem heraus die Dichtung Ingeborg Bachmanns entstand.
Schon zum Abschluß ihres Studiums behandelt Ingeborg Bachmann in ihrer Dissertation Wittgensteins Philosopie vom »Sagbaren und Unsagbaren« und spricht 1953 in einer Rundfunksendung über die »Grenze der Sprache« − »denn wir reichen nur soweit, soweit unsere Sprache reicht, mit der wir richtig darstellen und abbilden, wie die Welt ist.«
Bachmann stellt die Kunst über das Metaphysische und hat eine Skepsis gegenüber Gewissheiten und Eindeutigkeiten.
Ute Felgendreher