Als Heilige bezeichnen wir Menschen, die sich durch
Leben und Sterben, durch ihre Nähe zu Gott als Fürsprecher
bei ihm empfehlen, aus diesem Grund auch verehrt
und angerufen werden. Waren es in der frühen Zeit
des Christentums vor allem Eremiten und Mönche,
wurden später einzelne wegen ihrer Tugenden und Verdienste
heilig gesprochen.
Die Heiligen und Seligen sind heute im »Martyrologium Romanum« (2004) zusammengefaßt, aber schon der
Genueser Dominikaner Jacobus de Voragine (gest. 1278)
trug in seiner »Legenda aurea« Daten und Legenden über
sie zusammen. Er vergisst dabei auch nicht, deren Attribute
zu erwähnen und zu erklären. So ist es möglich, sie
und ihre Patronate zu erkennen und zuordnen, wofür
oder wogegen sie angerufen werden können.
Im Laufe der Jahrhunderte – und auch heute noch – suchten und suchen viele einen Fürbitter, Helfer und
Schutzherrn. Nicht nur Länder, Gemeinden, Kirchen,
auch Geschlechter, Taufnamen, berufliche Tätigkeiten,
Krankheiten, Freuden und Leiden, bekamen so (zu Recht
oder Unrecht) einen Patron zugesprochen. Jeder kann
nun seinen Fürsprecher bei Gott finden, an ihn kann er
sich mit seinen Anliegen wenden und Hilfe erhoffen.
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Der Heilige Georg – Exlibris für Georg Halm |